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Felddichtebestimmung mit Sandkegelverfahren in Saarbrucken – präzise Verdichtungskontrolle vor Ort

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Der Sandkegelapparat besteht aus einem Glaskolben mit genormtem Auslaufkonus und einer kalibrierten Grundplatte – mehr als 6 kg wiegt das Komplettset, wenn wir es auf die Baustelle im Saartal bringen. In Saarbrucken, wo die quartären Kiese und Sande der Saarterrassen oft direkt unter einer dünnen Auelehmdecke anstehen, führt unser Laborpersonal den Versuch nach DIN 18125-2:2020 durch. Die Methode eignet sich für Grob- und Mischböden bis zu 63 mm Größtkorn, genau das Material, das man auf Geländeniveau in St. Johann oder am Rotenbühl antrifft. Verdichtungsgrade von 97 % oder 100 % sind kein abstrakter Wert, sondern Ergebnis jeder einzelnen Messung, die wir dokumentieren. Gerade bei Aufschüttungen im Bereich der ehemaligen Industrieflächen nahe der Saar wird die Dichtekontrolle zum Prüfstein für spätere Setzungsfreiheit. Der Versuch liefert uns in etwa 20 Minuten einen Wert, mit dem der Einbaufortschritt sofort weitergesteuert werden kann. Wir arbeiten mit kalibriertem Prüfsand, dessen Schüttdichte täglich kontrolliert wird, bevor der erste Trichter aufgesetzt wird.

Das Sandkegelverfahren ist die genormte Referenzmethode – wenn Lastplatte und Flächendensitometer an ihre Grenzen stoßen, zählt nur der Sandkegel.

Methodik und Umfang

Die DIN 18125-2:2020 schreibt die Versuchsdurchführung verbindlich vor, und im Raum Saarbrucken ist sie besonders relevant, weil die heterogenen Auffüllungen des 20. Jahrhunderts oft unkontrolliert eingebracht wurden. Die Felddichtebestimmung gibt dem Bauleiter ein belastbares Maß für den erzielten Verdichtungsgrad, sofern der vorausgegangene Proctorversuch eine gültige Referenzdichte liefert. Wir heben die Grube mit Hammer und Meißel aus, fangen das gesamte Bodenmaterial verlustfrei auf und bestimmen die Masse auf 1 g genau. Der temperierte und rieselfähige Kalibriersand fließt durch den Konus in die Grube, bis der Hohlraum vollständig ausgefüllt ist. Aus dem Sandverbrauch und der Dichte des Prüfsandes errechnet sich das exakte Grubenvolumen. Die Feuchtdichte ergibt sich dann aus Masse geteilt durch Volumen, und erst nach Bestimmung des Wassergehalts im Labor steht die Trockendichte fest. In Saarbrucken kontrollieren wir mit dem Sandkegel auch die Verdichtung von Leitungsgräben und Hausanschlüssen, wo schwere Lastplatten nicht hingelangen. Das Verfahren ist solid, eichfähig und als Referenzverfahren vor Gericht anerkannt, wenn es zu Streitigkeiten über Verdichtungsleistungen kommt.
Felddichtebestimmung mit Sandkegelverfahren in Saarbrucken – präzise Verdichtungskontrolle vor Ort
Technisches Referenzbild — Saarbrucken

Lokale Besonderheiten

Ein Bauvorhaben auf der Trasse der ehemaligen Bahnstrecke Saarbrucken–Sarreguemines zeigte, wie trügerisch verdichtet wirkende Tragschichten sein können. Die Ausgangsmaterialien bestanden aus recyceltem Gleisschotter und umgelagertem Buntsandstein-Verwitterungsschutt – eine Mischung, die optisch kompakt erschien, aber bei der Felddichtebestimmung nur 91 % der geforderten Proctordichte erreichte. Ohne den direkten Aufschluss wäre die Asphaltdecke auf einer zu weichen Unterlage eingebaut worden. Solche Szenarien wiederholen sich in Saarbrucken immer wieder, besonders auf den Kuppen des Saarkohlenwaldes, wo Hangan-Schutt und bindige Verwitterungslehme in Wechsellagerung auftreten. Die Felddichtebestimmung ist hier das einzig sichere Abnahmekriterium, weil jeder Quadratmeter anders reagiert. Bei Unterschreitung des Verdichtungsgrades steuern wir sofort nach – mit Rüttelverdichtung oder angepasstem Walzschema – und prüfen unmittelbar nach. Wer auf die Dichteprüfung verzichtet, riskiert Nachverdichtungen unter Verkehr, die in Rissen und Spurrinnen enden. Die Kosten für eine nachträgliche Tragschichterneuerung übersteigen den Prüfaufwand um ein Vielfaches.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
NormDIN 18125-2:2020
BodenartGrob- und Mischböden, Größtkorn ≤ 63 mm
Prüfdauer vor Ortca. 20 Minuten je Messstelle
KalibriersandGenormter Quarzsand mit zertifizierter Schüttdichte
MessgenauigkeitVolumenbestimmung auf ±1 % des Grubenvolumens
EinsatztiefeOberflächennah, typisch 0–30 cm unter Planum
Vorschrift VerdichtungsgradZTV E-StB 17, RStO 12

Zugehörige Fachleistungen

01

Verdichtungskontrolle Erd- und Straßenbau

Einzel- und Reihenmessungen auf Planum, Tragschichten, Verfüllungen. Sofortige Beurteilung des Verdichtungsgrades gemäß ZTV E-StB 17 inklusive Dokumentation.

02

Qualitätssicherung Leitungsgräben

Dichtebestimmung in beengten Grabenverhältnissen, wo Plattendruckversuche nicht möglich sind. Prüfung der lagenweisen Verdichtung von Hausanschlüssen und Kanalleitungen.

03

Kontrollprüfung mit Kalibrierservice

Tägliche Überprüfung der Schüttdichte des Prüfsandes vor Auslieferung. Rückführbare Kalibrierung auf nationale Normale, gültig für Beweissicherung und Schiedsverfahren.

Geltende Normen

DIN 18125-2:2020 – Versuchsdurchführung Sandkegelverfahren, DIN 18127 – Proctorversuch (Referenzdichte), ZTV E-StB 17 – Zusätzl. Techn. Vertragsbedingungen Erdarbeiten, RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus

Häufige Fragen

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Saarbrucken?

Die Kosten für eine Felddichtebestimmung mittels Sandkegelverfahren liegen in Saarbrucken typischerweise zwischen €100 und €140 pro Messstelle, abhängig von der Anzahl der Prüfpunkte und der Entfernung. Enthalten sind Anfahrt, Durchführung nach DIN 18125-2:2020 und ein Prüfprotokoll mit Verdichtungsgrad.

Wie tief kann mit dem Sandkegelverfahren geprüft werden?

Das Verfahren prüft oberflächennah, üblicherweise in der eingebauten Lage bis etwa 30 cm Tiefe. Bei größeren Einbaudicken wird jede Lage einzeln vor dem Aufbringen der nächsten Schicht geprüft, um durchgehende Verdichtung nachzuweisen.

Welche Norm gilt für das Sandkegelverfahren in Deutschland?

Die Durchführung ist in DIN 18125-2:2020 'Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens, Teil 2: Feldversuche' geregelt. Diese Norm definiert Gerät, Kalibriersand, Versuchsablauf und Auswertung verbindlich.

Warum wird in Saarbrucken so oft das Sandkegelverfahren eingesetzt?

Die heterogenen Böden im Saartal – von Flusskiesen über Auffüllungen bis zu Buntsandstein-Verwitterung – enthalten oft Grobkornanteile über 31,5 mm, die Flächendensitometer verfälschen. Der Sandkegel liefert hier verlässliche Werte und ist bei der Abnahme von Bauleistungen als Referenzverfahren anerkannt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Saarbrucken und seinem Großraum.

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